Formaldehyd

Formaldehyd in Holzbaustoffen - Dämmstoffen - Bodenbelägen?

Allgemeines über Formaldehyd

Formaldehyd ist eine farblose Substanz, die bei Zimmertemperatur gasförmig vorliegt und einen typischen, stechenden Geruch aufweist, der noch in geringen Konzentrationen wahrgenommen wird. Die Substanz wirkt keimtötend, konservierend und desinfizierend und ist in zahlreichen Produkten des täglichen Lebens enthalten, zum Beispiel in Desinfektionsmitteln, Haushaltsreinigern, kosmetischen Mitteln, Farben und Lacken sowie in Bauprodukten. Formaldehyd wird weltweit in hohen Mengen produziert und ist in vielen verbrauchernahen Produkten enthalten. Die Substanz entsteht außerdem in geringen Mengen im Zellstoffwechsel von Menschen und Tieren. Formaldehyd ist gesundheitsschädlich, es reizt die Schleimhäute und kann Krebs im Nasenrachenraum auslösen, wenn es eingeatmet wird. Die schädliche Wirkung von Formaldehyd ist konzentrationsabhängig. „Bei Raumluftwerten von oder unterhalb von 124 Mikrogramm Formaldehyd pro Kubikmeter ist praktisch keine krebsauslösende Wirkung mehr zu erwarten. Bei wiederholter, deutlicher Überschreitung dieses Wertes können gesundheitliche Risiken bestehen.

 

Vorkommen von Formaldehyd
Formaldehyd ist eine außerordentlich vielfältig eingesetzte Chemikalie, die in einer Fülle von Produkten des alltäglichen Gebrauchs enthalten ist. Als mögliche Formaldehydquellen kommen vor allem in Betracht:

  • verleimte Produkte aus Holzwerkstoffen, Korkplatten und ähnlichen Materialien (formaldehydhaltige Kleber)
  • Dämmstoffe und Ausschäummaterial (Formaldehyd-Harnstoff-Schäume)
  • Anstrichstoffe, Farben, Lacke, Parkettsiegel (Formaldehyd im Konservierungs- oder Bindemittel)
  • Glas- und Steinwolle, Fasermatten (formaldehydhaltige Bindemittel)
  • Textilien und textile Bodenbeläge (Veredelung mit Harnstoff-Formaldehyd-Harzen)
  • Reinigungs-, Pflege- und Desinfektionsmittel
  • Kosmetika, z. B. Mundspülmittel oder Nagelhärter
  • Tabakrauch
  • Emissionen von Gasherden

Gesundheitsgefahren

Über seine hohe biologische Reaktivität reizt Formaldehyd in hohen Konzentrationen die Schleimhäute; ferner kann es Kontaktallergien auslösen. Das Gas hat ein krebserzeugendes Potential und steht unter begründetem Verdacht, in hohen Konzentrationen erbgutverändernd zu wirken. Bei langanhaltender Exposition kann es zu Befindlichkeitsstörungen wie Schlaflosigkeit, Mattigkeit, Antriebsverlust, Appetitmangel oder Nervosität, Augenreizungen und Bindehautentzündungen, Hautreizungen, chronischer Husten, Erkältungen und Bronchitis, Kopfschmerzen, Depressionen u.a. kommen. Die schädigenden Wirkungen beginnen bereits weit unter der Geruchsschwelle. In vielen Fällen wird der typische Geruch auch überdeckt von anderen Komponenten, die z.B. im Zigarettenrauch oder den Autoabgasen enthalten sind.

  • Akne
  • Hustenanfälle
  • Allergien
  • Konzentrationsschwäche
  • Krebs der Atemwege
  • Kopfscmerzen
  • Bronchitis
  • Appetitmangel
  • Übelkeit
  • Schlafstörungen
  • Ekzem
  • Hautreizungen
  • Gewichtsverlust
  • Nierenerkrankungen
  • Schleimhautreizungen

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